Erleben Sie in Kooperation mit der Öko-Modellregion Ostallgäu und der filmburg Marktoberdorf einen packenden Filmabend mit anschließender Podiumsdiskussion rund um nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung.
Im aktuellen Jahrhundert wird die Weltbevölkerung voraussichtlich zehn Milliarden erreichen. Woher soll das tägliche Essen für jeden kommen, besonders angesichts der Tatsache, dass bereits heute jeder sechste Mensch nicht ausreichend versorgt ist. Wie lässt sich verhindern, dass das stetige Wachstum der Menschheit ihre eigenen Ernährungsgrundlagen zerstört?
Regisseur Valentin Thurn stellt sich der Herausforderung: Wie kann man künftig ausreichend Nahrung für zehn Milliarden Menschen produ- zieren? Zwei Ansätze behaupten, das Problem lösen zu können: zum einen, biologische und traditionelle Betriebe, die zwar weniger produzie- ren, dafür aber nachhaltiger mit Ressourcen umgehen & zum anderen, die industrielle Landwirtschaft, die weltweit expandiert & auf effiziente Massenproduktion setzt. Thurn sucht Antworten von beiden Lagern & beleuchtet deren Ideen zur zukünftigen Versorgung. Der Film dokumen- tiert die globalen Zusammenhänge anhand von Personen aus den Berei- chen Saatgut, Düngung, Schädlingsbekämpfung, Futtermittel, Tierhaltung & Handel. Dabei werden sowohl die etablierten Praktiken kritisch hinter- fragt als auch die Lösungsansätze & Visionen beider Seiten neutral vor- gestellt.
Am Ende präsentiert der Film innovative Wege zur Ernährungssicherung auf regionaler Ebene. Es wird deutlich, wie entscheidend unser eigenes Essverhalten ist: Jeder Einzelne beeinflusst, welchen Kurs die Landwirt- schaft einschlägt. „10 Milliarden“ liefert dabei eine solide Grundlage für bewusste Entscheidungen.
Wann: Dienstag, den 24.03.2026 um 19:30 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Reservierung unter: info@filmburg.de
Was sind das für Zeiten, in denen für sicher geglaubte demokratische Spielregeln unsicher werden, in denen anscheinend nur noch das Recht des Stärkeren zählt, in denen Politiker gierig, scham- und rücksichtlos ihre Macht demonstrieren (weil sie es halt können)!Es sind Zeiten, in denen wir hinschauen und entscheiden müssen.
Beim Hin-Schauen hilft auch ein Blick in die Literatur:
Bertolt Brechts Theaterstück "Der (aufhaltsame) Aufstieg des Arturo Ui" zeigt parabelhaft die Machtergreifung und den Machtausbau Adolf Hitlers, verlegt in die Gangsterwelt der USA in den 30er Jahren. Und Brecht warnt am Ende des Stücks: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“
In seinem Dokumentarfilm „Das Arturo-Projekt“ zeigt der Landsberger Filmemacher Robert Fischer eine innovative, spektakuläre Aufführung des Brecht-Stücks in einem Zirkuszelt. Das Theater Wasserburg, "Die Stelzer" Landsberg, der Wanderzirkus Boldini und ein Live-Orchester beschlossen 2019, sich auf ein gewagtes Experiment einzulassen. Schauspielerinnen, Artist*innen und Musiker*innen bündelten ihre kreativen Kräfte, um die Warnung vor dem Aufstieg eines Diktators aufzuführen.
Arturo Ui will nach oben. Koste es, was es wolle. Bestechung, Korruption, Mord, Betrug, egal: Hauptsache es geht an die Spitze: Unter Ausnutzung einer wirtschaftlichen Krise, mit Redekunst und Hetze gelingt Arturo Ui ein erschreckend einfacher politischer Aufstieg. Mit der Moral ist es in den Zeiten der Krise nicht weit her und so wird ein Niemand mit unverhohlener Dreistigkeit zum Chef eines Imperiums. Das kleine Zirkuszelt wird zu ganz großem Theater, die Manege mutiert zur Bühne, ein Gangster entpuppt sich als Clown, seine Gegenspieler tanzen auf Stelzen, Zirkusnummern verschmelzen mit Theaterszenen, Schauspieler werden zu Artisten - und das Lachen bleibt einem im Halse stecken.
Den Film begleiten im Gespräch das Produktionsteam Robert Fischerund Wolfgang Hauck. Zu Gast sind zudem Stelzer aus Landsberg: In Marktoberdorf bekannt von den legendären Gauklertreffen in den 80ern, gemeinsamen Workshops im mobilé und von anderen Aktionen. Wir laden herzlich ein zum Hin-Schauen!
Wann: 27.03.2026 um 19.30 Uhr
Wo: filmburg Marktoberdorf
Eintritt: 25,- / 20,- (erm.)
Tickets unter: info@filmburg.de
Aufgrund der immensen Nachfrage zeigen wir den Film am Freitag, den 17.04.2026 um 20 Uhr und am Samstag, den 18.04.2026 um 20 Uhr noch einmal!
Die filmburg Marktoberdorf zeigt am Freitag, den 27.02.2026 um 16 Uhr eine zeitgeschichtliche historische Dokumentation über den Bau der Lechstaustufe 1.
Zwischen 1950 und 1954 errichtete die Bayerische Wasserkraft AG (BAWAG) bei Roßhaupten die Lechstaustufe 1. Damit wurde ein seit langem geplantes Jahrhundertprojekt Realität, das einen bedeutenden Meilenstein für die Wasserkraftnutzung in der Region darstellte.
Zu den herausragenden technischen Errungenschaften des Kraftwerks zählen unter anderem das sogenannte „Hosenrohr“, der größte Druckstollen seiner Zeit, sowie der Einsatz moderner Kaplanturbinen, die bei einer Fallhöhe von 34 Metern betrieben wurden. Diese Elemente galten damals als absolute Superlative und zeugen von der Innovationskraft der Ingenieure.
Ein von Thomas Häring hochwertig digitalisierter Originalfilm, der ursprünglich im Auftrag der BAWAG als 35-mm-Kinofilm gedreht wurde, dokumentiert eindrucksvoll die gesamte Bauphase. Der Film bietet einen einzigartigen Einblick in die Meisterleistung deutscher Ingenieurskunst, von der detaillierten Planung, über die Bauarbeiten bis hin zur feierlichen Einweihung des Lechspeichers im Jahr 1954.
Wann: 17.04.2026 um 20 Uhr
18.04.2026 um 20 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Königscard und Schlemmerblock gelten bei dieser Veranstaltung nicht!
BITTE UNBEDINGT RESERVIEREN!
Reservierung unter: info@filmburg.de
Forggensee-Film kehrt ins Kino zurück.
Im April 2024 feierte der Film "Der Forggensee - ein neuer See im alten Bett" seine Premiere in der Marktoberdorfer Filmburg. Jetzt kehrt der Besuchermagnet im Allgäu wieder ins Kino zurück: Im Rahmen der Allgäuer Filmkunstwochen ist „Der Forggensee - Ein neuer See im alten Bett“ gleich drei Mal in der Filmburg Marktoberdorf zu sehen ist.
Der Marktoberdorfer Filmemacher Thomas Häring hat zusammen mit Hubert Jäger 10 Jahre an der Dokumentation gearbeitet. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Bereits nach wenigen Monaten verzeichnete der Film über 6000 Zuschauerinnen und Zuschauer.
1954 wurde der Lech von Roßhaupten bis Füssen zum Forggensee aufgestaut, Deutschland größter Stausee war geboren. In einer Symbiose von Poesie und Dokumentation erzählt der Film die außergewöhnliche Geschichte vom Werden und Vergehen eines Sees der zweimal geboren wurde.
Wann: Samstag, den 18.04.2026 um 16 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Königscard und Schlemmerblock gelten bei dieser Veranstaltung nicht!
BITTE UNBEDINGT RESERVIEREN!
Reservierung unter: info@filmburg.de
Vielen Dank an alle Kinobesucher!
Auch im Jahr 2025 sind wir unter den Preisträgern der KINO-PROGRAMM-PRÄMIE für unser hervorragendes Jahresfilmprogramm!!!